Lippstädter Schützen setzen beim Stadtempfang „Zeichen der Verbundenheit“
06.07.2024

Viele Schützen, eine Gemeinschaft: Den Zusammenhalt im Schützenwesen ließen die heimischen Vereine beim Stadtempfang zum Auftakt des Lippstädter Schützenfestes am Samstagnachmittag im Rathaus hochleben.

Lippstadt – Kräftige Böen zogen gegen kurz vor halb vier über den Rathausplatz. Ob des Sturms griff Oberst Prof. Sebastian Verhoeven gleich mal zum Handy, um zu hören, ob an der Bellevue alles in Ordnung war. Grünes Licht bekam er vom Festplatz. Und so fegte der Wind eben einfach nur den EM-Frust nach der Niederlage der deutschen Elf beiseite und machte den Platz frei für drei Tage Schützenfest-Lust.

Der Rathausplatz war indes außergewöhnlich gut besucht, als das Blasorchester Bad Westernkotten mit Märschen und Medleys für das von Verhoeven so gerne als „Sommerfest“ bezeichnete Treiben den Startschuss gab. Erstmals hatte Bürgermeister Arne Moritz nämlich zum Stadtempfang als Gastgeber nicht nur die Kernstadt-Vereine, sondern Königspaare und geschäftsführende Vorstände aller Vereine im Stadtgebiet eingeladen.

Neben diesen Abordnungen begrüßte Moritz dann im Ratssaal auch das amtierende Königspaar Claudia Falkenstein und Thomas Rowlin, den Oberst und die Jubelmajestäten des Lippstädter Schützenvereins, Kreis-Ehrenoberst Bernhard Adams, Abordnungen der Soester Bürger-Schützen, der Gilde Sint Barbara en Sint Lucia Uden sowie der Reservistenkameradschaft, Hochschulpräsidentin Kira Kastell, Vize-Landrat Markus Patzke, zudem Fraktionsvorsitzende und Mitglieder des Rates.

„Freundschaft, Treue, Zusammenhalt und Lebensfreude“ machte Moritz als bedeutende Werte des in der Stadtgesellschaft tief verankerten Schützenwesens aus. Darüber hinaus hob er auch das Engagement der Schützen außerhalb der Festplätze hervor. Die Hilfe für die ukrainische Partnerstadt Kalusch, das Speeddating zwischen Jungschützen und Unternehmern oder die Hochwasser-Hilfe an Weihnachten nannte er als konkrete Beispiele.

Verhoeven dankte dem Bürgermeister für die Einladung in „Deine heiligen Hallen“. Das verleihe dem Fest einen ganz besonderen Charakter. Dass sämtliche Vereine aus dem Stadtgebiet dem Empfang beiwohnten, nannte der Oberst „ein starkes Zeichen der Verbundenheit und des Zusammenhalts unserer Schützenfamilie“.

Das Fest in der Stadtmitte, so sein Wunsch, soll nun eine Fortsetzung eines „turbulenten Jahres“ mit den bisherigen Jubelfesten in Herringhausen-Hellinghausen, bei den „Nördlichen“ und beim Tambourkorps sein. „Danke für Eure Gastfreundschaft“, rief Verhoeven den Ausrichtern nachträglich zu.

 

Von Dominik Friedrich

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